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Color Modeling

Was ist Color Modeling?

Modeling in Color ist eine leichtgewichtige Modellierungsmethode für die fachlichen
Kernkonzepte von Anwendungen. Es entsteht ein UML-Klassenmodell der Business-Schicht der zu erstellenden Anwendung.
Bei der Modellierung werden vier Archetypen (Stereotypen) fachlicher Klassen unterschieden, die durch unterschiedliche Farben visualisiert werden:

  • <Moment-Interval> (pink): Ist es ein Zeitpunkt oder ein Zeitraum im Hinblick auf einen Geschäftsvorfall? Klassen dieses Typs bilden den Kern und eigentlichen Nutzwert der Anwendung.
    • Beispiele: Auftrag, Vorgang, Versicherungsantrag, Produktionsprozess
  • <Role> (gelb): Ist es eine Rolle, die von jemandem oder etwas eingenommen wird?
    • Beispiel: Lieferant und Kunde als Rolle einer juristischen Person; Produkt und Artikel als Rolle einer Ware
  • <Description> (blau): Ist es eine Beschreibung wie ein Katalogeintrag? Klassen dieses Typs haben häufig keinen fachlichen Schlüssel, der sich von der Beschreibung unterscheidet.
    • Beispiele: Produktgruppe, Artikeltyp, Kundensegment
  • <PartyPlaceThing> (grün): Ansonsten ist es eine Partei, ein Ort oder ein Ding.
    • Beispiele: juristische Person (Partei), Unternehmen (Partei), Filiale (Ort), Ware (Ding), Versicherungsbedingungen (Ding)

Neben der Einteilung in Archetypen schlägt Modeling in Color auch eine feste Menge an möglichen Beziehungen zwischen den einzelnen Elementen vor (siehe Abbildung). Gerade diese sinnvolle Beschränkung vereinfacht den möglichen Lösungsraum für Modellierungen.

Vorgehensweise bei der Modellierung

Beim Color Modeling modellieren Architekten, Entwickler und Fachexperten gemeinsam die relevanten Ausschnitte der Fachlichkeit in Workshops.

Dabei verwenden sie kein UML-Tool, sondern modellieren mit farbigen Haftnotizen an Moderationswänden oder auf Flipcharts. Das erleichtert die Kommunikation zwischen den Beteiligten und beschleunigt die Modellierung.

Eine spätere Übertragung des Ergebnisses in ein UML-Tool ist natürlich möglich.

Vorteile von Color Modeling

Color Modeling standardisiert den Lösungsraum für die Modellierung. Das hat in der Praxis große Vorteile:

  • Color Modeling ist nicht nur eine Modellierungstechnik, sondern generiert durch die gemeinsame Arbeit in Workshops Wissen. Damit ist es ein mächtiges Instrument der fachlichen Analyse.
  • Es ist viel leichter, Color Modeling zu erlernen, als jeweils die passenden Elemente aus der umfangreichen UML auszuwählen.
  • Viele Modellierungsprobleme in der Praxis erwachsen aus der Verwendung von Vererbung. Color Modeling verwendet Vererbung nur sehr eingeschränkt und vermeidet damit viele Modellierungsfehler.
  • Die fokussierten Modellierungsmöglichkeiten beschleunigen den Modellierungsprozess. Es werden weniger Diskussionen über Details der Modellierung geführt, die sich auch später noch problemlos klären lassen.
  • Parallel entwickelte Modelle lassen sich durch die Standardisierung leicht miteinander integrieren.
  • Durch die Farbcodierung der Archetypen lassen sich bestimmte Muster auch in umfangreichen Modellen noch gut erkennen.
  • Die standardisierte Anordnung der Archetypen ermöglicht eine schnelle Einarbeitung in fremde Modelle.

Unser Angebot zu Color Modeling

  • Offene Schulungen zu Modeling in Color - durchgeführt von Jeff De Luca, dem Erfinder von FDD.
  • Offene FDD-Schulungen mit Zertifizierung (Trainer:

    Jeff De Luca)

  • Inhouse-Schulungen zu FDD und Modeling in Color.
  • Individuelles Coaching - schreiben Sie uns eine E-Mail.

Feature Driven Development, FDD, FDDI, the FDD logo, are trademarks of Nebulon Pty. Ltd.


Schulung zu Color Modeling

Was ist FDD?

FDD-Schulung mit Zertifizierung

FDD-Interview

Flashfilm zu FDD

In diesem Flashfilm demonstrieren wir Ihnen in 8 Minuten die Grundzüge von Feature-Driven Development (FDD).

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